Klimaschutzziele für Königswinter konkretisieren

Auch wenn die städtischen Gremien seit einiger Zeit nicht tagen können, sollte keine Zeit verloren werden, um die gemeinsamen Klimaschutzziele umzusetzen. Deshalb hat die KöWI-Fraktion beantragt, die Stadtverwaltung zu beauftragen, einen Vorschlag für die Durchführung von Potenzialanalysen zur Einsparung von CO2-Emissionen zu machen.

KöWI-Fraktionsvorsitzender Lutz Wagner: „Solche Potenzialanalysen zeigen, wo wir stehen. Dazu müssen die vorhandenen Informationen über die entscheidenden städtischen Emissionsbereiche bewertet werden. Außerdem sollten ein ungefährer Zeitplan und die benötigten Ressourcen dargestellt werden.“

Der Antrag im Wortlaut

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
ich bitte Sie, nachstehenden Antrag der Ratsmitglieder Florian Striewe und Lutz Wagner sowie der Fraktion KöWI auf die Tagesordnung der kommenden HPFA-Sitzung zu setzen.

Antrag

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Vorschlag für die Durchführung von Potentialanalysen zur Einsparung von CO2-Emissionen für die entscheidenden Emissionsbereiche in der Stadt Königswinter zu erarbeiten.
  2. Gegenstand dieser Projektplanung ist u.a. eine Bewertung der vorhandenen nutzbaren Informationen, ein ungefährer Zeitplan und eine Darstellung der benötigten Ressourcen.
  3. Auf der Basis vorhandener Daten soll zudem in Ergänzung zu dem langfristigen (2050) Ziel der Klimaneutralität eine Empfehlung für ein mittelfristiges strategisches Ziel der CO2-Reduktion in der Stadt bis 2030 erarbeitet werden. Dieses sollte mindestens in dem Zielkorridor der übergeordneten Ebenen (Bund, Leben) liegen.

Begründung

Notwendigerweise müssen die Aktivitäten der städtischen Arbeitskreise derzeit ruhen. Um keine Zeit bei den dringenden gesellschaftlichen klimarelevanten Aufgaben zu verlieren, sollte die Verwaltung konkrete Arbeitsaufträge erhalten, um den Maßnahmenplan in der Stadt Königswinter weiter zu bearbeiten.

Der vorliegende Antrag basiert auf dem positiv beschiedenen Antrag der KöWI-Fraktion vom 15.07.2019 (Punkt 3). Dabei können analog zum Masterplan des Rhein-Sieg-Kreises auch näherungsweise Annahmen ausreichend sein, um die einzelnen Beiträge zur CO2-Einsparung zu bewerten. Die Kenntnis der ungefähr vorhandenen Potentiale und die realistische Bewertung der Umsetzungsmöglichkeiten, auch in finanzieller Hinsicht, sind die Voraussetzung für die Festlegung konkreter mittelfristiger strategischer Ziele. Diese sollten sich mindestens an den bereits definierten Zielen der übergeordneten Ebenen (Bund, EU) orientieren. Sie können nur dann erreicht werde, wenn die CO2-Äquivalente auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen verringert werden.

Für Königswinter sind mittelfristige strategische Ziele (Energieeffizienz, Energieeinsparung, Einsatz erneuerbarer Energien) Voraussetzung, um die einzelnen zu entwickelnden Projekte aus dem Maßnahmenprogramm 2050 für die Stadt Königswinter gewichten zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Lutz Wagner


Der Antrag als PDF im Download (0,2 MB)